TITICACASEE

01.10.2019

Unser nächstes Ziel: TITICACASEE

In La Paz angekommen, steigen wir in ein Einheimisches Busunternehmen welches uns möglichst rasch zum Titicacasee bringen soll. Wir haben uns für die Bolivianische Seite des Sees entschieden und suchen uns unterwegs noch schnell eine Unterkunft für die nächsten 5 Nächte auf der sogenannten „Copacabana“. 

Eine kleine Info für euch: Nein wir sind nicht auf der Copacabana im brasilianischen Rio de Janeiro, sondern auf der bolivianischen Copacabana am Titicacasee, dieser liegt auf 3.841 m Seehöhe, ist der größte See in Südamerika und auf Platz 18 der größten Seen weltweit.

Die Busfahrt für umgerechnet 5€ (6h Busfahrt) verläuft eher wackelig, war brütend heiß, Sauerstoff lässt zu wünschen übrig und von Beinfreiheit fangen wir garnicht an zu sprechen. Selbst als es keine freien Sitzplätze mehr im Bus gibt, stopfen sich weitere Passagiere inmitten des Busses und nehmen am Boden platz. Eine spannende Busfahrt kann das werden, für sowenig Geld dürfen wir aber wirklich nicht meckern. Wer kann schon behaupten eine derart lange Busfahrt für solches Kleingeld erlebt zu haben?

Und somit sind wir hier: 6 Stunden später auf der berühmt, berüchtigtigen, sonningen Halbinsel und Hafenstadt Copacabana, am bolivianischen Ufer des Titicacasees. Super zentral, sehr einfach und für sehr wenig Geld checken wir in unsere Unterkunft (Hostal Center Copacabana) ein. Gleich am nächsten morgen machen wir uns auf den Weg um die Ortschaft zu erkunden.

Copabacana selbst ragt durch sein sonniges Wetter heraus, auch wenn der Ort an sich extrem touristisch angelegt und somit wie wir bemerken, für uns weniger interessant ist.
Mit entsetzen müssen wir leider feststellen, dass die Einheimischen hier absolut keinen Sinn für Umweltschutz haben. Im ganzen Ort gibt es keinen einzigen Mülleimer und somit werfen die Bolivianer ihren Müll einfach auf den Boden anstatt ihn wieder mit nach Hause zu nehmen. Genauso steht es auch um den See selbst. Verdreckt, vermüllt und von über 4000, am See gelegenen Mienen vergiftet und mit Schwermetallen verseucht.

Baden im See? Daran ist nicht zu denken! Rasch verkürzen wir unsere geplante Aufenthaltsdauer von 5 Nächte auf nur 2 Nächte und planen bereits unsere Weiterreise.

Doch wenn wir nun schon hier sind, wollen wir uns die bekannte Insel „Isla del Sol“ nicht entgehen lassen. Irgendwie spricht hier jeder davon und bei einer kleinen Tour Agentur am Hafen buchen wir unsere Fahrt auf die Insel für gerade einmal 10€ pro Person. Dort erfahren wir auch, dass nur der südliche Teil der Insel befahrbar ist. Bereits seit mehreren Jahren gibt es politische und wirtschaftliche Auseinandersetzungen zwischen der nördlichen und südlichen Seite der Insel und bis heute haben diese keinen Waffenstillstand gesetzt.

Nach gut 2 Stunden erreichen wir endlich die Insel, bezahlen noch eine eine 3€ Eintrittsgebühr für die Insel selbst und dann geht die Erkundung auch schon los.

Wir haben 5 Stunden Zeit bis unser Motorboot den Weg zurück nach Copacabana sucht. Entlang der alten noch bestehenden Inka Treppe starten wir unsere Wanderung bis an die Spitze der südlichen Insel. Wir schlendern vorbei an unzähligen unbelegten Hostels, geschlossenen Restaurants und einigen von Bauern herabgetriebenen Eseln und Alpacas. Auf der Spitze der Insel erwartet uns ein kleiner süßer Hund der uns den Weg zu einer zerrüttelten alten Ruine zeigt. Die Aussicht hier ist wunderschön. Der Blick über den Titicacasee, der von Weitem genau so gut das Mittelmeer sein könnte, lässt und den Atem stocken. Daran sieht man wieder, welch tolle vielfältige Landschaft Bolivien zu bieten hat.

Unsere Wanderung geht weiter bis ans andere Ende der Insel, wo wir eine weitere Inkaruine und unzählige angelegte Terrassen zusehen bekommen. Diese wurden früher hauptsächlich für den Anbau von Feldern und der Agrarwirtschaft der Inkas verwendet und auch heute werden diese noch für die Zucht von Quinoa und Kartoffeln benutzt.

Mit gefühlt 2 Tonnen schweren Beinen, 3000 kcal weniger und 5 Stunden später sitzen wir erschöpft im Boot am Weg zurück nach Copacabana. 

Bei einem kitschigen Sonnenuntergang mit Sicht auf die kleine Ortschaft lassen wir unseren letzten Abend in Bolivien ausklingen.

Die morgige Weiterreise führt uns nach Peru.

Unsere Tipps für eure Reise:

• Wer sparen will nimmt den Einheimischen Bus von La Paz nach Copacabana. Fahrzeit 6 Stunden, Preis 5 €. Der Bus fährt jede Stunde direkt vor dem bekannten „Cementery“ los. Natürlich gibt es auch erstklassige Busgesellschaften mit denen man bis zum Titicacasee reisen kann, hier bezahlt man allerdings 30€

• 2 Tage und 1 Nacht sind völlig ausreichend. Zusehen gibt es eine winzig kleine Hafenstadt, die Isla del Sol und Isla del Luna.

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